Bereits im 13. Jahr wurde Ende Februar die endoprothetische Versorgung unserer Patientinnen und Patienten im Endoprothetikzentrum der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie durch die Zertifizierungsstelle ClarCert auf den Prüfstand gestellt.
Alle Abläufe, beginnend von der Terminvergabe, dem Sprechstundentermin und der prästationären Vorbereitung im Patientenaufnahmezentrum (PAZ), über die stationäre Aufnahme, die Operation selbst und die darauffolgende interdisziplinäre Versorgung und Pflege auf Station wurden bewertet. Die Zahlen sind beeindruckend, denn 2025 wurden etwa 1700 Hüft- und Knieprothesenoperationen im St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus Ludwigshafen durchgeführt. Damit sind wir eine der größten orthopädischen Kliniken der Region.
Die Überprüfung durch Externe geschieht in mehreren Schritten, vorab über sehr differenzierte Beschreibungen im jährlich abzugebenden Erhebungsbogen, über einen Videocheck vier Wochen vor dem Ortstermin, wo Formalitäten auf Vollständigkeit geprüft werden, bis zu den eigentlichen Dialogen und Begehungen im Krankenhaus-Audit.
In allen Prüfungen steht die medizinische, pflegerische und physiotherapeutische Versorgung mit sehr hohen Qualitätsanforderungen im Vordergrund. Neben den Voraussetzungen und Nachweisen der Haupt- und Senioroperateure (Ärzte, die mindestens 50, bzw. 100 Hüft- oder Knieoperationen im Jahr durchgeführt haben müssen) geht es auch um rund 80 Qualitätsindikatoren wie etwa die durchgängige Prothesenplanung oder Abweichungen der Schnitt-Nahtzeiten sowie des Tragachsenwinkels (maximal +- 3 Grad). Das sind nur drei der geprüften Parameter.
Die Erfüllung dieser Qualitätsindikatoren zielt auf die Ergebnisqualität und Patientensicherheit der Versorgung ab.
Neben einigen Hinweisen und Empfehlungen, die bis zum nächsten Überwachungsaudit zu bearbeiten sind, gab es erfreulicherweise auch dieses Jahr keine Abweichung. Somit wird von den Auditoren eine Empfehlung zur erfolgreichen Rezertifizierung an die Zertifizierungsstelle ausgesprochen.
Herzlichen Dank an alle am Audit beteiligten Personen, besonders aber den EPZ-Koordinator Dr. med. Oliver Uehlein, der nun zum zweiten Mal alles bestens vorbereitete und unterstützt von einem Kollegen sehr fachkompetent durch das Audit führte.
