Fragen und Antworten rund um die Geburt

Sie haben sicher viele Fragen, rund um die Geburt und die erste Zeit mit dem Baby. Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir hier für Sie zusammengestellt. Gerne können Sie uns auch im Rahmen unserer Kreißsaalführung und bei der Geburtsanmeldung Fragen stellen.


Was bedeutet Perinatalzentrum Level 1?

Perinatalzentrum Level 1 bedeutet die höchste Versorgungsstufe in der Geburtshilfe. In unserem Geburtszentrum in Ludwigshafen im St. Marienkrankenhaus können alle Frauen ihr Kind zur Welt bringen, auch wenn Besonderheiten in der Krankengeschichte oder in der Schwangerschaft bestehen. Neben der normalen Geburt können bei uns auch Mehrlinge und Kinder aus Beckenendlage natürlich auf die Welt kommen. Auch nach einem bereits vorangegangenen Kaiserschnitt kann bei uns eine normale Geburt erfolgen. Ebenso wenn in der Schwangerschaft Besonderheiten auftreten (Diabetes, Bluthochdruck, Fehlbildungen des Kindes, Frühgeburtlichkeit, etc.) können Sie bei uns Ihr Kind zur Welt bringen. Wenn bei Ihnen eine Besonderheit besteht, nutzen Sie bitte die Geburtsplanungssprechstunde, um Ihnen die bestmögliche Versorgung zu ermöglichen.


Vorbereitung auf die Geburt

Kann ich den Kreißsaal vor der Geburt besichtigen?

Wir bieten regelmäßige Kreißsaalführungen an, zu denen wir Sie herzlich einladen. Die Besichtigungen finden jeden ersten Mittwoch im Monat um 18.30 Uhr statt. Treffpunkt ist im Foyer des St. Marienkrankenhauses vor der Cafeteria. Von dort aus begehen wir gemeinsam den Weg in den Kreißsaal. Sie erhalten Einblick in unsere Räumlichkeiten und können alle Fragen stellen, die Ihnen auf dem Herzen liegen. Für die Kreißsaalführung ist keine Anmeldung erforderlich und Sie dürfen gerne mit einer Begleitperson erscheinen. Zum Infektionsschutz für Gebärende und Neugeborene/Frühgeborene dürfen Kinder den Kreißsaal nicht betreten und auch nicht an der Kreißsaalführung teilnehmen. 

Muss ich mich zur Geburt anmelden? Wann soll eine Anmeldung erfolgen?

Sie dürfen auch ohne Anmeldung zu uns in den Kreißsaal zur Geburt kommen. Allerdings erleichtert es die Abläufe und verschafft Ihnen ein entspannteres Ankommen bei Geburtsbeginn, wenn bereits eine Anmeldung erfolgt ist. Daher empfehlen wir Ihnen sich ab der 34. Schwangerschaftswoche bei uns im Kreißsaal oder der Geburtsplanungssprechstunde vorzustellen, um die Formalitäten zu erledigen. Unter Tel.: 0621-5501-2252 können Sie einen Termin vereinbaren. Falls Ihr Anruf nicht direkt beantwortet werden kann, sprechen Sie bitte auf den Anrufbeantworter, wir rufen Sie gerne zurück.

Was muss ich für meinen Krankenhausaufenthalt mitbringen?

Für Ihre Kliniktasche haben wir Ihnen eine Liste erstellt, die für Ihren Krankenhausaufenthalt notwendig sind. Die Liste können Sie sich hier herunterladen.

Gibt es eine Elternschule?

Unsere Elternschule befindet sich aktuell im Aufbau. Die ersten Kurse und Veranstaltungen gibt es schon. Das Programm wird immer weiter ausgebaut. Die Termine finden Sie auf unserer Homepage.


Unter der Geburt

Muss ich mich vorher ankündigen, bevor ich ins Krankenhaus komme?

Sie dürfen sich gerne telefonisch ankündigen, bevor Sie in den Kreißsaal kommen, dies ist aber nicht zwingend notwendig.

Gibt es einen speziellen Parkplatz für Gebärende?

Wenn es mal schnell gehen muss, halten wir für Sie zwei Storchenparkplätze direkt am Haupteingang bereit. Hierfür klingeln Sie bitte an der Schranke, damit Ihnen die Auffahrt ermöglicht werden kann.

Darf ich zur Geburt eine Begleitung mitbringen?

Ja, natürlich dürfen Sie zur Geburt eine Begleitperson Ihrer Wahl mitbringen. Da die Geburt eines Kindes ein sehr intimer und besonderer Moment ist, haben Sie bitte Verständnis dafür, dass weitere Besucher erst auf der Wochenbettstation in den Tagen nach der Geburt erlaubt sind.  Zum Infektionsschutz für Gebärende und Neugeborene/Frühgeborene dürfen Kinder den Kreißsaal nicht betreten.

Was braucht die Begleitperson?

Die Geburt eines Kindes ist ein sehr intimer und besonderer Moment. Als werdende Mutter sollten Sie sich in Ruhe überlegen, wen Sie bei Ihrer Geburt dabeihaben möchten und ob diese Person das auch möchte. Denken Sie daran, dass Ihre Begleitperson sich ausreichend Snacks und Getränke zur Geburt mitnimmt, auch für die Begleitperson kann eine Geburt anstrengend sein. Gemütliche Kleidung, ein kleiner Zeitvertreib, eventuell eine Zahnbürste können auch von Vorteil sein.

Wer ist bei der Geburt dabei?

Neben Ihrer Begleitperson ist eine Hebamme vor, während und nach der Geburt für Sie da. Kurz vor der Geburt Ihres Kindes kommt der zuständige Arzt oder die zuständige Ärztin dazu. Falls notwendig, ist immer ein erfahrener Oberarzt, Kinderarzt und Narkosearzt in der Nähe. Da wir uns für die praktische Ausbildung von werdenden Hebammen engagieren, kann ebenfalls eine Hebammenstudentin anwesend sein.

Gibt es Kinderärzte im Haus?

Da wir ein Perinatalzentrum Level 1 sind, sind Kinderärzte jederzeit auf dem gleichen Stockwerk verfügbar.

Welche Möglichkeiten der Schmerzerleichterung gibt es?

In unserem Kreißsaal haben Sie die verschiedensten Möglichkeiten der Schmerzerleichterung für Ihre Geburt. Sprechen Sie mit Ihrer betreuenden Hebamme über die einzelnen Methoden, denn Schmerzempfinden ist sehr individuell und Schmerzausschaltung ist je nach Situation eine sehr individuelle Entscheidung.
Sie haben bei uns die Möglichkeit ein entspannendes Bad zu nehmen, verschiedene Gebärpositionen, Massagen oder Aromaöltherapie in Anspruch zu nehmen. Natürlich bieten wir auch medikamentöse Schmerztherapie an, z.B. in Form von Spasmolytica bis hin zu Opioiden. Außerdem bieten wir Ihnen auch Lachgas oder die Möglichkeit einer Periduralanästhesie (PDA) an.

Ist ein Dammschnitt eine Routine-Maßnahme?

Ein Dammschnitt ist bei uns keine Routine-Maßnahme. In seltenen Fällen kann ein Dammschnitt notwendig sein, dies ist aber vor oder während des Geburtsvorgangs nicht absehbar und wird erst bei der Geburt des kindlichen Köpfchens deutlich. Sollte ein Dammschnitt notwendig sein, werden Sie durch den Kreißsaalarzt vorher darüber aufgeklärt. Die Versorgung einer möglichen Geburtsverletzung erfolgt innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt mithilfe einer Lokalanästhesie.

Gibt es die Möglichkeit einer Wassergeburt?

Wir haben eine große Gebärbadewanne, in der eine Wassergeburt bei normalem Verlauf der Schwangerschaft und Geburt möglich ist. Wir haben aber auch in fast jedem Kreißsaal eine „normale“ Badewanne, in der ein Entspannungsbad genommen werden kann.

Darf der Partner bei einem Kaiserschnitt mit in den OP?

Ihre Begleitperson darf Sie bei einem Kaiserschnitt in den OP begleiten, sofern der Kaiserschnitt in einer Regionalanästhesie stattfindet. Sollten Sie eine Vollnarkose benötigen, muss Ihre Begleitperson im Kreißsaal warten und kann dann Ihr Kind in Empfang nehmen und das Bonding übernehmen, solange die Operation andauert. Dies gilt ebenso für einen Notkaiserschnitt.

Darf ich während der Geburt essen?

Sie dürfen während einer normalen Geburt essen und trinken. Besonders auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte geachtet werden. Empfohlene Getränke sind isotonische Getränke (z.B. Apfelschorle), stilles Wasser oder Tee. Sie werden selbstverständlich während Ihres Krankenhausaufenthaltes mit Essen versorgt, bringen Sie sich aber gerne für die Geburt ein paar Ihrer Lieblingssnacks mit (Datteln, Nüsse, Riegel, Obst, etc.).


Wie geht es nach der Geburt weiter?

Wie lange bleibt man nach der Geburt im Kreißsaal?

Nach der Geburt werden Mutter und Kind noch etwa 2-3 Stunden im Kreißsaal überwacht. Ist in dieser Zeit alles normal verlaufen und sind keine Komplikationen aufgetreten, werden Sie auf die Wochenbettstation (B3) verlegt.

Gibt es Familienzimmer?

Es gibt bei uns die Möglichkeit der Unterbringung mit Ihrem Partner im Familienzimmer. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Zusicherung oder Buchung im Vorhinein ermöglichen können, da wir nie wissen, wie hoch der Bedarf ist. Bitte teilen Sie uns Ihren Wunsch nach einem Familienzimmer am besten bereits bei der Geburtsanmeldung, spätestens aber zum Zeitpunkt der stationären Aufnahme mit, damit wir Ihren Wunsch bestmöglich erfüllen können. Die Kosten für ein Familienzimmer belaufen sich auf 106,11 Euro pro Nacht (inklusive Verpflegung der Begleitperson) und werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen.

Gibt es die Möglichkeit von Stillberatung?

Wir haben an vier Tagen in der Woche (9-17 Uhr) eine ausgebildete Stillberaterin auf der Wochenbettstation. Alle Kolleginnen und Kollegen der Wochenstation verfügen umfangreiches Wissen über das Stillen, um Sie optimal zu unterstützen. Auch auf der Früh- und Neugeborenenintensivstation werden Sie bei diesem Thema unterstützt.

Gibt es eine Rückzugsmöglichkeit zum Stillen auf Station?

Es gibt ein Stillzimmer auf unserer Wochenbettstation, in das Sie sich gerne zurückziehen können zum Stillen oder zum Abpumpen der Muttermilch. Das Stillzimmer steht Ihnen, außer  in der Zeit zwischen 9 und 11 Uhr, rund-um-die-Uhr zur Verfügung.

Welche Möglichkeiten gibt es zum Abstillen?

Es gibt die Möglichkeit des medikamentösen Abstillens mittels einer einmaligen Einnahme einer Abstilltablette (Einnahme innerhalb 24h nach der Geburt). Alternativ können Sie auch ohne Einnahme von Medikamenten abstillen. Hierzu beraten wir Sie gerne.

Wie lange bleibt man nach der Geburt im Krankenhaus?

Die Dauer des Aufenthaltes nach der Geburt wird durch verschiedene Faktoren bedingt und variiert daher individuell. In der Regel bleiben Frauen nach einer vaginalen Geburt drei Tage im Krankenhaus, nach einem Kaiserschnitt 4-5 Tage. Es gibt auch die Möglichkeit einer frühzeitigen Entlassung, hierbei gehen Mutter und Kind frühestens sechs Stunden nach der Geburt nach Hause. Zu beachten ist hierbei, dass Sie dringend eine Wochenbetthebamme und einen niedergelassenen Kinderarzt brauchen, um die notwendigen Untersuchungen durchzuführen (U2, Neugeborenenscreening, Überwachung des allgemeinen Gesundheitszustandes und des Stillens). Die Entlassung am Entlasstag ist zwischen 11 und 12 Uhr vormittags geplant.

Welche Untersuchungen des Kindes werden während des stationären Aufenthalts durchgeführt?

Bei Ihrem Kind wird 36 Stunden nach der Geburt das Neugeborenen-Screening durchgeführt. Dieses beinhaltet einen Hörtest, eine Pulsoxymetriemessung und die Abnahme von Fersenblut. Im Rahmen dieses Screenings ermitteln wir außerdem das aktuelle Gewicht und die Temperatur Ihres Kindes.

Wann findet die Vorsorgeuntersuchung U2 statt?

Die U2 findet am 3. Lebenstag Ihres Kindes durch einen erfahrenen Kinderarzt unserer Kinderklinik statt. Die Uhrzeit ist jeweils ab etwa 9.30 Uhr und wird von den Arzthelferinnen der Wochenstation begleitet.

Gibt es eine begrenzte Anzahl an Besuchern auf der Wochenstation?

Auf der Wochenbettstation gibt es aktuell keine Begrenzung der Besucheranzahl. Allerdings möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Zeit nach der Geburt sehr sensibel ist und Ruhe und Entspannung benötigt, um die Mutter-Kind-Bindung aufzubauen, das Stillen zu fördern und Heilungsprozesse zu unterstützen. Somit bitten wir um gegenseitige Rücksichtnahme.

Wie werde ich auf Station mit Essen versorgt?

Wir bieten morgens ein Frühstücksbuffet an, bei dem Sie sich von 7.30-9.30Uhr bedienen können. Hatten Sie am Tag zuvor oder in der Nacht einen Kaiserschnitt, wird Ihnen das Frühstück selbstverständlich von unseren Stationshilfen ans Bett gebracht. Mittagessen und Abendessen erfolgen im üblichen Tablettsystem.

Brauche ich für den Krankenhausaufenthalt Utensilien zur Versorgung meines Kindes?

Nach Entbindung werden von uns Windeln, Feuchttücher und Kleidung bereitgestellt. Sie brauchen nur ein Outfit für die Entlassung.

Wie werden die Kinder von Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes nach der Geburt überwacht?

Bei einem insulinpflichtigen Schwangerschaftsdiabetes, Diabetes Typ 1+2, werden die Blutzucker Ihres Kindes nach jeweils 3, 5 und 8 Stunden kontrolliert. Sind diese 3 Blutzucker unauffällig, sind keine weiteren Kontrollen notwendig. Bei Kindern mit einem Geburtsgewicht von <2500 Gramm oder >4000 Gramm wird ebenfalls der Blutzucker kontrolliert. Sind die Werte bei drei aufeinanderfolgenden Untersuchungen unauffällig, müssen keine weiteren Untersuchungen erfolgen. Bei Ihnen als Patientin erfolgt am 2. Tag nach Geburt eine Kontrolle des Blutzuckers vor dem Frühstück und eine Stunde danach.

Wie oft darf ich mein Baby besuchen, wenn es auf der Früh- und Neugeborenenintensivstation (Station Däumling) liegt?

Der Besuch von Kindern, die auf der Früh- und Neugeborenenintensivstation liegen, ist durch beide Elternteile in Absprache mit dem Team rund um die Uhr möglich. Auch wenn Sie im Bett liegen oder einen Rollstuhl benötigen, können Sie Ihr Kind besuchen. Um Infektionen zu vermeiden, ist der Besuch auf die Eltern beschränkt, die von uns in Sachen Hygiene angeleitet und eingewiesen werden.

Gibt es die Möglichkeit länger zu bleiben, falls mein Kind auf Station Däumling betreut wird?

Es gibt die Möglichkeit einer Verlängerung des stationären Aufenthaltes. In diesem Fall können Sie als Begleitperson aufgenommen werden. Die Zimmer der Begleitpersonen befinden sich in unserem Elternhotel im 6. Stock und werden durch Station Däumling vergeben. Eltern und Angehörige können das Kind auch zu bestimmten Zeiten über Babywatch virtuell besuchen.

Gibt es einen Babyfotografen auf Station?

Unsere Klinik arbeitet mit den Fotografinnen von Babysmile zusammen. Diese kommen nach der Geburt auf Sie zu und vereinbaren mit Ihnen individuell einen Termin, wenn Sie dies wünschen. Bitte beachten Sie, dass ein Fotoshooting am Entlasstag nicht möglich ist.

Wie finde ich eine Hebamme für das Wochenbett zu Hause?

Wegen der großen Nachfrage und begrenzter Kapazitäten sollten Sie sich so früh wie möglich in der Schwangerschaft um eine Hebamme für die Betreuung im Wochenbett kümmern. Auf unserer Hebammenliste finden Sie alle Hebammen, die in der Region zuständig sind, zu denen Sie Kontakt aufnehmen können.

Welche Dokumente brauche ich für die Anmeldung meines Kindes und wo erfolgt die Anmeldung?

Die Anmeldung Ihres Kindes erfolgt beim Standesamt Ludwigshafen. Die hierfür benötigte Geburtsanzeige erhalten Sie innerhalb Ihres Aufenthalts im Kreißsaal von Ihrer betreuenden Hebamme. Alle weiteren Dokumente (Eheurkunde, Vaterschaftsanerkennung, Identitätsausweis, etc.) benötigen Sie erst beim Standesamt und müssen Sie nicht zur Geburt mitzubringen. Für die Anmeldung müssen Sie beim Standesamt einen Termin vereinbaren.