Strahlende Kinderaugen, volle Arme und jede Menge Eindrücke

Tag der offenen Tür in der Kinderklinik

Samstagvormittag sorgte der Tag der offenen Tür der Kinderklinik des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses in Ludwigshafen für großen Zulauf. Schon deutlich vor 10 Uhr warteten die ersten werdenden Eltern und Familien mit kleinen und großen Kindern gespannt auf den Start.

Im Inneren der Kinderklinik begrüßten Ruth Künast und Tiziana Barresi die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher und versorgten sie mit Informationen zu Mitmachstationen, Mini-Doktor-Pass und Vorträgen. Über 600 Besucherinnen und Besucher konnten bis 14 Uhr gezählt werden. Viele Eltern mit ihren Kindern, Großeltern mit den Enkeln und auch Mitarbeitende mit ihren Familien nutzten die Gelegenheit für einen Blick hinter die geöffneten Türen. Daneben ging der Betrieb in der Notaufnahme und auf Station weiter.

Luftballons und bunte Schilder wiesen den Weg. Was gab es nicht alles zu erleben: Sorgfältige Händedesinfektion, Blutdruck messen, Gummibärchen aus dem Bauch operieren, das Gesicht mit bunten Farben verzieren, ein wildes Erinnerungsfoto in Verkleidung machen und dem Rätsel der Gehirnströme auf den Grund gehen, waren nur einige der Aktionen.

Im Untergeschoss gab es Warteschlangen am Bewegungsparcours. Größere und kleinere Kinder stellten sich hier unter Anleitung der Physiotherapeutinnen verschiedensten Aufgaben. Hüpfen, Krabbeln, Balancieren oder Seilspringen waren nur einige der Herausforderungen. Daneben sorgten die Klinikclowns mit Schabernack für Abwechslung. Virtuelle Bälle wurden geworfen und Herzen verschenkt. Ein Raunen und andächtige Blicke, als zwischendurch Superman durch die Gänge schritt. Daneben zogen verschiedene Vorträge, Demonstrationen der Versorgung eines Frühgeborenen im Inkubator und eine Segensstation der Klinikseelsorge die Aufmerksamkeit auf sich.

Im Zweiten Stock war ein Teil der Patientenzimmer abgetrennt und mit Stationen für den Tag der offenen Tür hergerichtet. Der erste Weg führte hier in die Kuscheltierklinik. Nicht jedes Kind hatte ein Eigenes dabei. Wie gut, dass die Stiftung Giersch aus Frankfurt am Main so viele hübsche Trostteddys zur Verfügung gestellt hatte. So konnten unter Anleitung von Medizinerinnen und Pflegerinnen alle Kinder ein Kuscheltier verarzten. Wegen hier nötiger Operationen wurden Teddys, Schlangen, Giraffen, Schildkröten, Leoparden und andere Weggefährten mit Mundschutz und Haube ausgestattet. Und dann mit Handschuhen gearbeitet, Verbände angelegt und Pflaster geklebt.

Daneben hatten Auszubildende der Pflegeschule eine erste Hilfe Station aufgebaut. „Du hast Dir den Arm aufgeschürft. Was machst Du?“, beantwortet der fünfjährige Jonah ohne zu zögern mit „ich brauche ein Pflaster“. Aber auch die Frage nach der Hilfe für die nicht ansprechbare Großmutter, die auf dem Boden liegt, beantwortet er sicher: „Ich rufe die 112 an“. Nebenan übte ein Kind in der Zwischenzeit, wie denn ein solcher Notruf abgesetzt werden kann. Schon Vierjährige drückten dabei begeistert die Tasten 112 auf dem Spieltelefon.

Wie entwickelt sich ein Baby im Bauch und was passiert bei der Geburt war der Inhalt der nächsten Station, bevor es beim benachbarten Glücksrad etwas zu gewinnen gab. Als letzte Station erklärten Auszubildende ein Zimmer in der Kinderklinik. Unter anderem stehen je nach Alter der Kinder ganz verschiedene Betten bereit. Als Erinnerung gab es nach Durchlaufen der Mitmachstationen des Mini-Doktor-Passes für die Kinder zur Erinnerung ein Zertifikat und das eigens für das Haus gestaltete Wimmelbuch, das weitere spannende Einblicke in den Krankenhausalltag ermöglicht.

Vor der Tür setzte sich der Tag der offenen Tür fort. Im Rettungswagen der Johanniter neben dem Eingang lag ein Riesenteddy auf der Pritsche und konnte von den Kindern betreut werden. Wozu ist der Monitor da oder wozu dient das Beatmungsgerät, waren einige der Fragen, die von den Rettungsdienstmitarbeitenden kindgerecht beantwortet. Nach anfänglichem Zögern stiegen auch die Kleinsten in das schwankende Fahrzeug ein über dem das Blaulicht blitzte. Daneben stand der Krankenwagen mit dem Transportinkubator, der benötigt wird, um Frühgeborene und kranke Neugeborene nach der Geburt von anderen Kliniken zur Früh- und Neugeborenenintensivstation im St. Marienkrankenhaus zu transportieren. Direkt vor dem Eingang stand der Essenswagen des Deutschen Roten Kreuzes. Kaltgetränke, Kaffee und vor allem unendlich viele süße und salzige Crêpes gingen hier über den Tresen.

Voller Eindrücke und mit gut gefüllten Taschen verließen die Familien die Klinik. „Ein super Tag für die kleinen Patienten! Sehr informativ, liebevoll gestaltet und ein rundum gelungenes Event“, so das Fazit einer Mutter zum Abschied. Nur eine der Stimmen. In den aufgestellten Spendendosen landete auch der eine oder andere Schein für die aktuelle Spendenaktion der Kinderklinik: „Ohne Pieks zum Test“. Es wird für ein Messgerät gesammelt mit dem man bei Neugeborenen über die Haut eine Gelbsucht nachweisen kann ohne Blut abzunehmen.

„Der Tag der offenen Tür war ein großer Erfolg. Rund 50 Mitarbeitende haben sich dafür eingesetzt“, freute ich der Leiter Verwaltungsmanagement Jürgen Will zum Abschluss. „Unser Ziel, das große Portfolio unserer Kinderklinik und die Philosophie der Mitarbeitenden dahinter darzustellen ist angekommen. Vor allem aber ist es gelungen den Kindern die Angst vor dem Krankenhaus zu nehmen und sie für die Welt der Medizin zu faszinieren.“

Herzlichen Dank für einen wunderbaren Tag.