Präzise Diagnostik in akuten Situationen

Gesundheit von Frauen im Blick: Start Spendenaktion zum internationalen Tag der Frauengesundheit

Ungeklärte Unterleibsschmerzen, Erkrankungen im Beckenboden oder in der Gebärmutter: Wenn Frauen mit solchen Symptomen in die gynäkologische Ambulanz überwiesen werden, brauchen sie vor allem eines, so schnell wie möglich Klarheit darüber, was diese Beschwerden verursacht.

Dafür geht das St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus in der gynäkologischen Versorgung den nächsten Schritt: Mit einem mobilen Ultraschallgerät der neuesten Generation sollen Diagnosen schneller und mit großer Präzision durch hochauflösende Bildgebung erfolgen.

Frauenspezifische Erkrankungen werden nach wie vor zu wenig wahrgenommen. Dazu gehört auch Endometriose, eine chronische, oft sehr schmerzhafte Erkrankung. Sie betrifft rund zwei Millionen Frauen in Deutschland. Aufgrund der unspezifischen Symptome vergehen oft viele Jahre bis zur korrekten Diagnose. „Wir erleben in unserer Ambulanz täglich, wie sehr Frauen darunter leiden, wenn Beschwerden ungeklärt sind“, sagt Dr. med. Thomas Reichel, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. „Eine schnelle, präzise Diagnostik ist hier nicht nur medizinisch entscheidend, sie nimmt den Patientinnen auch eine erhebliche psychische Last.“

Das geplante Ultraschallgerät arbeitet mit modernster Bildgebung und ist mobil direkt am Behandlungsplatz einsatzbereit. Bisher müssen Patientinnen mit unklaren Befunden bei Bedarf einen separaten Termin für die Ultraschalldiagnostik wahrnehmen. Dies bedeutet bei langem Anfahrtsweg oder wenn die Frauen familiär oder beruflich eingespannt sind, eine zusätzliche Belastung. Mit dem mobilen Gerät kann die ergänzende Diagnostik in vielen Fällen unmittelbar im selben Termin erfolgen.

„Stellen Sie sich vor, Sie kommen mit starken Schmerzen zu uns und wissen nicht, woran das liegt“, schildert Dr. med. Silja Baur, Oberärztin der Klinik. „Wenn wir dann nach kurzer Zeit eine fundierte Aussage geben können, sei es eine Entwarnung oder ein klarer nächster Schritt, ist das genau das, was Frauen in einer solchen Situation am dringendsten brauchen: Sicherheit ohne Zeitverlust.“

Um dieses Gerät baldmöglichst in den Einsatz bringen zu können, startet die Klinik am 28. Mai 2026, dem Internationalen Tag der Frauengesundheit, eine Spendenaktion.

Hintergrund dafür: Zusätzliche Geräte, die die Versorgung über den Standard hinaus verbessern, lassen sich durch die Regelfinanzierung nicht immer realisieren. „Genau hier machen Spenden mehr möglich“, erklärt Kathleen Groll, Beauftragte für Fundraising des Hauses. „Gemeinsam mit engagierten Menschen aus der Region können wir dieses Vorhaben zeitnah verwirklichen und dafür sorgen, dass unsere Patientinnen in unsicheren Situationen entlastet werden.“ 

Sollten über die Spendenaktion mehr Mittel eingehen als für das Gerät benötigt, fließen diese unmittelbar in weitere wichtige Anschaffungen der Gynäkologie.

Spendenkonto
IBAN DE27 5455 0010 0193 7378 14
(St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH)
Sparkasse Vorderpfalz
Spendenzweck: Frauengesundheit 2026


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