Trotz hochsommerlicher Temperaturen fand die Patientenveranstaltung der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie rund um Hüftgelenk und Kniegelenk am gestrigen Abend großen Anklang.
Mehr als 150 interessierte Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich umfassend über Arthrose, deren Therapiemöglichkeiten sowie aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten des künstlichen Gelenkersatzes zu informieren.
Prof. Dr. med. Johannes Stöve, Chefarzt der Abteilung und Oberarzt Dr. med. Timo Markl starteten mit der ausführlichen Erläuterung „Was ist Arthrose?“ und „was kann ich dagegen tun?“.
Danach stellten sie moderne schonende Operationsverfahren für Hüft- und Knieendoprothesen vor, die zum Einsatz kommen, wenn konservative Therapien der Arthrose nicht mehr ausreichen. Besonderes Interesse galt den Fortschritten bei der individuellen Behandlungsplanung, wie dem fast track, bei dem Patienten intensiv betreut und gut vorbereitet werden sowie selbst frühzeitig für die eigene Mobilisation und Genesung Verantwortung übernehmen. Aber auch die Ausführungen zum Einsatz des modernen OP Robotors Velys® bei der Knieendoprothetik wurden aufmerksam verfolgt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung waren moderne Anästhesieverfahren. Prof. Dr. med. Erik Hartmann, Chefarzt der Anästhesie informierte über aktuelle Narkosekonzepte, regionale Schmerztherapien und Maßnahmen zur schnelleren Mobilisation nach operativen Eingriffen. Dabei wurde deutlich, wie eng Orthopädie und Anästhesie in unserem Haus zusammenarbeiten, um den Behandlungserfolg und den Komfort der Patienten weiter zu verbessern.
Im Anschluss an die Vorträge entwickelte sich eine lebhafte und konstruktive Diskussion. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum zeigten das große Interesse an den Themen Gelenkersatz, Rehabilitation und postoperative Versorgung. Die Fachreferenten nahmen sich sehr viel Zeit, individuelle Anliegen ausführlich zu beantworten und Unsicherheiten auszuräumen. Die Veranstaltung machte deutlich, dass moderne Endoprothetik heute vielfältige Möglichkeiten bietet, Lebensqualität, Mobilität und Selbstständigkeit nachhaltig zu verbessern.
Großen Zuspruch fand auch die begleitende Industrieausstellung. Hier konnten sich die Besucher über moderne Implantatsysteme, Hilfsmittel sowie aktuelle Entwicklungen in der Medizintechnik informieren und mit den Ausstellern direkt ins Gespräch kommen.
Die Verantwortlichen waren äußerst zufrieden mit der Resonanz. Die hohe Teilnehmerzahl, die intensive Beteiligung des Publikums und die positive Atmosphäre unterstrichen eindrucksvoll den Stellenwert einer umfassenden Patientenaufklärung.
