Große Verbesserung für Kniepatienten

Erste Operationen in Europa mit dem innovativen Knieroboter von Weltmarktführer DePuy Synthes (Johnson & Johnson MedTech) im St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus

Es gibt wegweisende Verbesserungen für Kniepatienten, meldet das St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus in Ludwigshafen heute im Rahmen einer Pressekonferenz.

Der Schwerpunktversorger ist bereits seit mehreren Jahren als EndoProthetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert. Die Spezialisten der Orthopädischen und Unfallchirurgischen Klinik unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Johannes Stöve operieren über 600 Knieprothesen und 800 Hüftprothesen im Jahr.

Vor zwei Wochen fand hier die erste Knie-Operation in Europa mit einem völlig neuartigen und wegweisenden Robotic-System statt. Seitdem ist die innovative VELYS™ Robotic Assisted Solution des Weltmarktführers und weltweit größten Orthopädieunternehmens DePuy Synthes (Johnson & Johnson MedTech) in Ludwigshafen im Einsatz. In der gleichen Woche fanden auch die ersten Operationen in Zürich und Brügge statt. So kann der Operateur noch präziser und unter Berücksichtigung der individuellen Patientenanatomie arbeiten. Die Besonderheit: Es handelt sich um ein eigens für die Orthopädie entwickeltes roboter-assistiertes System. Momentan auf dem Markt verwendete Lösungen nutzen in der Regel umgerüstete Industrieroboter.

Verbesserungen für Patienten sind unter anderem die erhöhte Genauigkeit und damit präzisere Ausrichtung des Implantats, eine bessere Rekonstruktion der individuellen Beinachsenverhältnisse und damit schlussendliche eine höhere Patientenzufriedenheit. Es müssen auch keine mit Strahlenbelastung einhergehende Zusatzuntersuchungen vor der Operation erfolgen, wie bei existierenden Lösungen.

„Durch die Kombination der Erfahrung des Operateurs mit der Anwendung einer ausgereiften Navigation und der Durchführung von präzisen, roboterunterstützten Sägegeschnitten, wird ein neues Level der Knie-Prothesen-Implantation erreicht. Der Roboter ermöglicht dem Operateur, das Setzen beeindruckend exakter Sägeschnitte. Die Überprüfung des Beuge- und Streck-Spaltes im ACCUBALANCETM Graph ermöglicht es, in Echtzeit nach jedem Schritt den Effekt des simulierten Sägeschnitts zu überprüfen. Dadurch ist der Prothesensitz optimal für die individuelle Situation. Der Gewinn an Kontrolle und Verständnis über das individuelle Knie ist immens, nicht nur für den erfahrenen Operateur. Schon Intraoperativ hat man das Gefühl, dass ein besser balanciertes Knie implantiert wird“, schildert Prof. Dr. med. Johannes Stöve, Chefarzt der Orthopädischen und Unfallchirurgischen Klinik des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses seine Erfahrungen.

Er und Oberarzt Dr. med. Jan-Henrik Dieckmann waren im September zu Schulungen am neuen System in den USA. Beide operieren inzwischen jeden Tag Kniepatienten mit dem neuen System. 
„Operative Probleme aufgrund komplexer individueller anatomischer Situationen können durch intraoperative Modellsimulationen bereits im Vorfeld erkannt und behoben werden, sodass zum Beispiel ein Verlust an Knochensubstanz vermieden wird. Das ist ein klarer Nutzen für den Patienten“, schildert Dr. Dieckmann begeistert.

„Spitzenmedizin und Innovation haben in Rheinland-Pfalz ihren festen Platz zum Wohle von Patientinnen und Patienten. Es freut mich persönlich, aber auch die Landesregierung, dass das St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus hier eine Vorreiterrolle in Europa einnimmt“, betont Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, im Rahmen des Pressegesprächs.

„Als einer der weltweit größten orthopädischen Anbieter bieten wir bei DePuy Synthes ein umfassendes Portfolio an Lösungen für die Orthopädie und die digitale Chirurgie. Mit unseren innovativen Behandlungskonzepten können noch personalisiertere Ergebnisse erzielt werden. Wir freuen uns, dass im St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus, die erste Operation mit unserer VELYS™ Robotic Assisted Solution stattgefunden hat. Dies ist ein Meilenstein und großer Erfolg für beide Seiten“, so Dr. med. Hans-Christian Wirtz, General Manager bei DePuy Synthes und Geschäftsführer von Johnson & Johnson MedTech Deutschland. Ein gemeinsames Kompetenzzentrum für digitale Chirurgie in Ludwigshafen, zu Fort- und Weiterbildungszwecken, sei geplant, kündigt er an.

„Eine personalisiertere Versorgung der Patienten und gleichzeitig erhöhte Anwenderfreundlichkeit sind unsere Ziele. Der von uns entwickelte Knieroboter, die VELYS™ Robotic Assisted Solution, nutzt intelligente Technologie, um Chirurgen während des Eingriffs in Echtzeit Rückmeldung über die präzisere Positionierung des Implantats zu geben und unterstützt ihn bei optimalen Sägeschnitten. Darüber hinaus ist das System darauf ausgelegt Datenerkenntnisse zu generieren, um die orthopädische Erfahrung für Patienten, Chirurgen und Pflegeteams langfristig zu verbessern“, erklärt Fabiana Graf, Director Velys Digital Surgery and Capital Equipment bei DePuy Synthes (Johnson & Johnson MedTech Deutschland).

„Wegen der großen Fachexpertise von Prof. Stöve und seinem Team werden in unserer Klinik auch sehr viele Patienten operiert, die in anderen Krankenhäusern nicht versorgt werden“, beschreibt Marcus Wiechmann, Geschäftsführer der St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH (Träger des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses), den Hintergrund für die Anschaffung des innovativen Systems in Ludwigshafen. Er und das ganze Team sind äußerst stolz darauf, dass im St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus die ersten Operationen mit dem innovativen System in Europa stattgefunden haben. „Das ist die Würdigung der Fachexpertise unseres Teams und die Krönung unserer langjährigen Partnerschaft“, führt er weiter aus.

Das Kniegelenk ist eines der belasteten Gelenke des Menschen. Besonders der aufrechte Gang stellt hohe Anforderungen. Oberschenkelknochen und Unterschenkel treffen hier beweglich aufeinander. Damit eine schmerzfreie, ungestörte Bewegung stattfinden kann, sind die knöchernen Bestandteile des Gelenkes mit einer Knorpelschicht überzogen. Abhängig vom Alter wird diese abgerieben und dadurch dünner. Das führt zur höheren mechanischen Beanspruchung des Knochens, der sich verändert. Deutliche Bewegungseinschränkungen und Schmerzen können die Folge sein. Das künstliche Kniegelenk besteht dabei üblicherweise aus einem Oberschenkel- und einem Unterschenkel-Anteil sowie einer dazwischenliegenden Plastiklauffläche.

Das neue System im Operationssaal des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses ermöglicht es den Orthopäden, die Auswirkungen auf das Weichteilgewebe vor und nach jedem Schnitt zu beurteilen und zu minimieren. Die Navigation ist intuitiv und an verschiedene Operationstechniken angepasst. Möglich sind äußerst präzise und dadurch knochenschonende Schnitte. „Mit dem Knieroboter erreicht unsere bereits sehr hohe Versorgungsqualität für Kniepatienten noch einmal eine deutliche Steigerung“, ist Prof. Stöve sicher. „Wenn wir eine genauere Platzierung des Implantats erreichen, haben unsere Patienten mehr Kniestabilität und eine größere Beweglichkeit“, beschreibt der Spezialist. Unter anderem weil die Kraft besser verteilt sei, was weniger Abrieb bedeute. Und auch die Schmerzen seien durch die bessere Positionierung deutlich geringer, weil der Winkel an den jeweiligen Patienten angepasst werden kann und durch die jetzt mögliche Art der Operation auch das Gewebe um das Knie geschont wird.

„Das St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus hat sich in den letzten zehn Jahren sehr stark weiterentwickelt und ist ein wichtiger Schwerpunktversorger für Ludwigshafen und die Region Vorderpfalz“, so Geschäftsführer Marcus Wiechmann. „Wir bieten der Bevölkerung auch durch Investitionen in neue Technologien kontinuierlich eine hohe Fachexpertise“, betont er. „Neben den großen Vorteilen für Patienten, sehen wir, dass die moderne Technik uns auch als Arbeitgeber attraktiv für junge Mediziner macht. Diese suchen gezielt nach innovativen Häusern“, ergänzt Prokurist Jürgen Will.

Inzwischen haben im St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus bereits rund 20 Operationen mit der wegweisenden Technik stattgefunden. Und das Interesse im eigenen Team und auch aus anderen Krankenhäusern sei groß, berichten die Verantwortlichen.

Orthopädischen und Unfallchirurgischen Klinik

Die Orthopädische und Unfallchirurgische Klinik im St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus Ludwigshafen unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Johannes Stöve versorgt als Schwerpunktabteilung Patienten aus der Region und überregional und ist als EndProthetikZentrum der Maximalversorgung und Wirbelsäulenzentrum zertifiziert.

Der Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Patienten mit schweren Schäden der großen und kleinen Gelenke und mit Frakturen. Aufgrund der Spezialisierung auf Hüft- und Kniegelenkendoprothetik, ist es möglich, auch spezialisierte Verfahren altersadaptiert anzubieten. Spezialisten führen alle Verfahren der gelenkerhaltenden Chirurgie incl. Osteotomien am Becken bei Hüftdysplasie, Umstellungen am Hüft- und Kniegelenk sowie arthroskopische Operationen im Hüft-, Knie-, Schulter-, Hand- und Sprunggelenk durch. Dazu kommt das gesamte Spektrum der unfallchirurgischen Versorgung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Wirbelsäulenchirurgie, inklusive minimalinvasiver und endoskopischer Verfahren.

Behandlungsschwerpunkte

  • Hüftendoprothetik incl. Spezialprothesen und Wechseloperationen (über 800 im Jahr)
  • Knieendoprothetik incl. Spezialprothesen und Wechseloperationen (über 600 im Jahr)
  • Schulterchirurgie incl. Endoprothetik
  • Arthroskopische Operationen an Hüft-, Knie-, Schulter-, Hand-, Ellenbogen- und Sprunggelenk
  • Frakturbehandlungen
  • Wirbelsäulenerkrankungen
  • Bandscheibenerkrankungen
  • Minimalinvasive Verfahren

Vorteile für Patienten aus Ludwigshafen und der Region sind die große Erfahrung des Chefarztes und seines Teams, die große Stückzahl, modernste Operationsmethoden und die regelmäßig überprüften hohen Qualitätsstandards. Das St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus erfüllt die höchsten Standards in der Endoprothetik und wird als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung regelmäßig überprüft und zertifiziert. Für den Knie- und Hüftgelenkersatz bietet das Team verschiedene Prothesentypen bis zum völligen Ersatz des Oberschenkelknochens in schweren Fällen sowie Revisionsendoprothetik an. Der Prothesentyp wird aufgrund des Krankheitsbildes, Alter des Patienten und dem Zustand des Knochens im Gelenk und im Umfeld ausgewählt.

Über Johnson & Johnson MedTech

Johnson & Johnson MedTech verbindet ein breites Fachwissen im Gesundheitswesen und zielgerichtete Technologie mit Leidenschaft für Innovationen. Das Unternehmen will die Gesundheitsversorgung der Zukunft mitgestalten und allen Menschen ein gesünderes Leben ermöglichen. Seit mehr als einem Jahrhundert werden bahnbrechende wissenschaftliche Innovationen vorangetrieben, um medizinische Bedürfnisse zu decken. Mit dem gesamten Produktportfolio über die Chirurgie, Orthopädie und Interventionen hinweg, soll dabei geholfen werden, das Leben von noch mehr Patientinnen und Patienten zu retten und eine Zukunft zu schaffen, in der die Gesundheitslösungen intelligenter, weniger invasiv und personalisierter sind.

Weitere Informationen unter www.jnjmedtech.de

Über DePuy Synthes

DePuy Synthes, The Orthopaedics Company of Johnson & Johnson, bietet eines der umfassendsten Orthopädie-Portfolios der Welt. Diese tragen zur Heilung und Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit von Millionen von Patientinnen und Patienten bei. Die Lösungen von DePuy Synthes in den Bereichen Gelenkrekonstruktion, Trauma, Extremitäten, Schädel, Kiefer und Gesichtschirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Sportmedizin sowie das VELYSTM Digital Surgery Portfolio sind darauf ausgerichtet, die Patientenversorgung zu verbessern und den Gesundheitssystemen weltweit einen klinischen und wirtschaftlichen Nutzen zu bringen. Aufbauend auf Produktinnovation und einem Erbe an Branchenneuheiten wird die orthopädische Landschaft mit neuen Fortschritten in der Medizintechnik und der digitalen Chirurgie über den gesamten Versorgungsbereich hinweg neugestaltet.

Weitere Informationen unter www.depuysynthes.de