Chronik

Das St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus ist ein modernes Allgemeinkrankenhaus der Schwerpunktversorgung für die ganze Familie mit zwei Betriebsstätten in Ludwigshafen am Rhein.

Unsere Wurzeln

1852 wird für die „Erziehung und Bildung der weiblichen Jugend“ das Institut der Armen Schulschwestern Speyer gegründet, das 1892 in den Dominikanerorden aufgenommen wird (Umbenennung 1972 in Institut St. Dominikus). 1908 übernehmen die Schwestern zusätzlich Aufgaben in der ambulanten Krankenpflege.

Anfänge St. Annastiftskrankenhaus

1912 eröffnet Karolina Burger das Fürsorgeheim für in Not geratene Mädchen und Frauen in Ludwigshafen-Mundenheim und gründet den katholischen Fürsorgeverein. 1916 übernehmen die „Armen Schulschwestern“ mit ihr gemeinsam die Leitung und Betreuung. 1927 wird das Fürsorgeheim erweitert und zusätzlich ein kleines Krankenhaus eröffnet. 1928 wird die erste Säuglingspflegerinnenschule der Pfalz im St. Annastift gegründet.

Anfänge St. Marienkrankenhaus

1928 erfolgt der Spatenstich für das St. Marienkrankenhaus in Ludwigshafen-Gartenstadt, um die Ausbildung der pflegenden Ordensschwestern zu gewährleisten. 1930 ist die Einweihung des St. Marienkrankenhauses mit zwei Fachabteilungen (Innere und Chirurgie mit integrierter Geburtshilfe). Der erste Ausbildungsjahrgang in der Krankenpflege beginnt.

Kriegszeiten

1944 wird das St. Annastift bei einem Luftangriff zu 80 Prozent zerstört. Wie durch ein Wunder bleibt das St. Marienkrankenhaus von größeren Zerstörungen verschont. 1945 erfolgt mit großem Aufwand die Instandsetzung des Fürsorgeheims, der Kinderabteilung und der Operationsräume im St. Annastift.

Auf dem Weg zum St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus

1953 eröffnet das neue St. Annastiftskrankenhaus als erste Kinderklinik in der Pfalz (100 Betten). 1967 erhält es den neuen Anbau für Kinderklinik, Entbindungsstation und Kinderheim. 1975 wird der sanitäre Bereich des St. Marienkrankenhauses erweitert und die Küche vollständig renoviert. 1976 startet im St. Annastiftskrankenhaus die erste psychosomatische Station für Kinder. 1984 löst sich der Katholische Fürsorgeverein auf, das Institut St. Dominikus übernimmt die Trägerschaft des kompletten St. Annastifts. 1985 fusionieren das St. Marienkrankenhaus und das Kinderkrankenhaus St. Annastift zum St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus. Das Kinderheim St. Annastift wird als eigenständige Einrichtung geführt.

Modernisierungen und Spezialisierungen

  • 1985 wird der neue Funktionstrakt am St. Marienkrankenhaus mit Operationsräumen, Kreißsälen, Labor und der Notaufnahme seiner Bestimmung übergeben.
  • 1993 startet die Gesamtsanierung des St. Annastiftskrankenhauses, 1996 wird die Kinderklinik um den Westanbau mit Funktionsräumen und Labortrakt ergänzt.
  • 1998 startete der Neubau zur Gartenseite am St. Marienkrankenhaus mit Cafeteria, neuen Räumen für physikalische Therapie und zwei modernen Intensivstationen.
  • 1999 startet das Perinatalzentrum mit Verlegung von sechs Früh- und Neugeborenenintensivbetten aus dem St. Annastiftskrankenhaus ins St. Marienkrankenhaus.
  • 2000 eröffnen die Onkologische- und die Schmerztagesklinik im St. Marienkrankenhaus.

Gesundheit für die ganze Familie

  • 2001 erfolgt der Zusammenschluss der Kinderkrankenpflegeschule mit der Krankenpflegeschule am St. Marienkrankenhaus, das Leitbild tritt in Kraft. Der Babykorb am St. Marienkrankenhaus wird eingerichtet.
  • 2003 übergibt das Institut St. Dominikus die Trägerschaft an die St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH. Die Palliativstation im St. Marienkrankenhaus wird eingerichtet.
  • 2005 startet das Perinatalzentrum am St. Marienkrankenhaus mit neu gebautem Kreißsaal, Tür an Tür mit Wochenbettstation und modernster und erweiterter Früh- und Neugeborenenintensivstation als Zentrum rund um die Geburt höchster Qualität (Perinatalzentrum Level I). Die Geburtshilfliche Klinik wird von der Gynäkologie getrennt. Im St. Annastiftkrankenhaus eröffnet die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit einer Institutsambulanz und Tagesklinik. Das auf dem Gelände des St. Marienkrankenhauses gebaute stationäre Hospiz Elias nimmt die ersten Patienten auf.
  • 2006 wird das St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus Akademisches Lehrkrankenhaus für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
  • 2007 erfolgt die Zertifizierung nach KTQ. Die Medizinische Klinik wird mit zwei Chefärzten als Medizinische Klinik I und II weitergeführt und die Orthopädische Klinik wird zur Orthopädischen und Unfallchirurgischen Klinik.
  • 2008 wird auf dem Gelände des St. Marienkrankenhauses das Zentrum für ambulante Rehabilitation (ZAR) eröffnet. Das St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus wird Akademisches Lehrkrankenhaus für die Universität Heidelberg. Die Kinderklinik wird als Diabeteszentrum der höchsten Qualitätsstufe (Stufe 2) für Kinder und Jugendliche anerkannt.
  • 2009 ist Baubeginn der zentralen Aufnahme am St. Marienkrankenhaus. Die Arbeit des Darmzentrums am St. Marienkrankenhaus (inzwischen Darmkrebszentrum) beginnt. Das mitinitiierte Programm „Guter Start ins Kinderleben“ wird durch das Sozialministerium auch auf andere Kliniken übertragen. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin erhält das Qualitätssiegel „Ausgezeichnet. Für Kinder“.
  • 2010 wird die Radiologische Klinik komplett modernisiert, der Umbau für die stationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie im St. Annastiftskrankenhaus vorbereitet und die Weichen für den neuen Versorgungsschwerpunkt Geriatrie gestellt. Das Klinikjournal wird komplett überarbeitet und die neue Homepage geht ans Netz.
  • 2011 erfolgt die Rezertifizierung nach KTQ
  • 2012 feiern wir das Jubiläum 100 Jahre St. Annastift. Im Frühjahr wird die Geriatrische Klinik und im Herbst die stationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie eröffnet.
  • 2013 wird mit den neuen Aufenthalts- und Therapieräumen der Geriatrischen Klinik die Sanierung des Bettenahauses des St. Marienkrankenhauses abgeschlossen

Neueste Entwicklungen

  • Seit Januar 2014 wird die Gefäßchirurgie als eigenständige Hauptfachabteilung geführt. Die Orthopädische und Unfallchirurgische Klinik wird erfolgreich als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert. Das St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus besteht mit den anderen Einrichtungen der St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH die Gemeinschaftszertifizierung durch den TÜV SÜD. Die Gynäkologische Klinik wird von einem neuen Chefarzt geleitet.
  • 2015 wird die Geriatrische Klinik um weitere 30 Betten auf 60 erweitert. Die Bettenzahl des Gesamthauses steigt von 482 auf 497. Eine wichtige Neuerung ist die Neuorganisation der interdisziplinären Zentralen Notaufnahme im St. Marienkrankenhaus unter der Leitung eines eigenen Chefarztes. Das zehnjährige Jubiläum der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie wird gefeiert.
  • 2016 wird das KIWI Familienzentrum in neuen Räumlichkeiten eröffnet. Unsere Ordensgemeinschaft feiert 100 Jahre Engagement im St. Annastift. Der Focus verleiht dem St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus die Auszeichnung „Top regionales Krankenhaus Rheinland-Pfalz“ als einem von nur neun Kliniken im Bundesland. Eine Leistung ist auch das Siegel „Top nationales Krankenhaus 2016“ für den Bereich Orthopädie. Eine wichtige Neuerung ist die Einführung eines Belegungsmanagements im St. Marienkrankenhaus.
  • Die Rezertifizierung durch den TÜV SÜD nach der neuen Norm DIN EN ISO 9001:2015 erfolgt Anfang 2017 im Rahmen der Gemeinschaftszertifizierung aller Einrichtungen der St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH. Die Geburtshilfliche Klinik im Perinatalzentrum steht unter der Leitung eines neuen Chefarzt.
  • Zu Anfang 2018 übernimmt Prof. Dr. med. Ralf-Jürgen Schröder die Aufgaben als Ärztlicher Direktor vor seinem Vorgänger. Seine Vertretung übernimmt Dr. med. Petra Meier.