Christliche Einrichtungen arbeiten im Arbeitskreis Christliche Pflege Ludwigshafen zusammen

Gemeinsame Werte bei der Arbeit, der Versorgung der Patienten und in der Ausbildung verbinden die christlichen Einrichtungen aus Ludwigshafen

Gemeinsam Flagge zeigen, das ist den christlichen Einrichtungen in Ludwigshafen besonders wichtig. Sie sind verschieden, doch es gibt viele gleiche Anliegen. Vernetzung, Dienstleistung und qualitätsvolle Ausbildung der neuen Pflegegeneration miteinander, auch gelebt im neuen Berufsbild Pflegefachmann/Pflegefachfrau, stehen unter anderem im Fokus. Dabei verbindet das Netzwerk acht katholische und evangelische Einrichtungen aus Ludwigshafen. Vertreten sind ambulante Pflege, Krankenhaus, Altenpflege, Pflegeschule und Betreuungsverein.

Das erste gemeinsame Treffen fand im Februar 2013 statt, seitdem treffen sich Verantwortliche aus dem St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus, Krankenhaus Zum Guten Hirten, Caritas-Altenzentrum St. Josefspflege, der Ökumenische Sozialstation Ludwigshafen, Evangelischen Altenhilfe Ludwigshafen, Fachschule für Altenpflege des Caritas-Verbandes und der Betreuungsvereine des SKFM und der Diakonie, drei- bis viermal im Jahr. Bestmögliche Versorgung der anvertrauten Menschen unter guten Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden, ist unter anderem gemeinsames Anliegen. Im vergangenen Jahr wurde die Zusammenarbeit noch einmal intensiviert und als Zeichen nach Außen ein gemeinsames Logo entwickelt. Jetzt stellten die Einrichtungen ihre Kooperation im Rahmen eines Pressegesprächs im St. Marienkrankenhaus dar.

„Die Vernetzung aller Bereiche der Pflege von akut im Krankenhaus, über die ambulante Pflege bis zur stationären Altenpflege, verbunden mit der Ausbildung und den Betreuungsvereinen, alle tragen ihren Teil zur Versorgung der Menschen in der Region bei“, ist für Rita Schwahn aus dem Pflegemanagement des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus ein wesentlicher Aspekt im Arbeitskreis Christliche Pflege Ludwigshafen.

Ähnlich formuliert es auch Sabine Pfirrmann, die den Arbeitskreis im Februar 2013 mit initiiert hat: „Gerade im Gesundheitswesen und in der pflegerischen Versorgung ist ein sehr gut vernetztes Arbeiten zur optimalen Versorgung der Menschen unumgänglich. Seit eher bieten die Kirchen, mit ihren zahlreichen Einrichtungen der pflegerischen, medizinischen, aber auch sozialen Beratung und Unterstützung, eine umfängliche Betreuung an.“

„Durch die Vernetzung mit den anderen christlichen Einrichtungen in der Stadt, können vielfältige Hilfe- und Versorgungsformen genutzt werden. Und es erfolgen nach Möglichkeit schnelle und unkomplizierte Überleitungen zwischen den Versorgungsbereichen ambulant, stationär, teilstationär bis hin zu den Betreuungsvereinen“, bringt es Thomas Kraska, Einrichtungsleitung des Caritas-Altenzentrum St. Josefspflege, auf den Punkt.
 
„Die Zusammenarbeit mit den anderen christlichen Anbietern in diesem Arbeitskreis ist uns sehr wichtig. In einem sich verändernden Pflegemarkt, bei dem es immer mehr um Ertragsmaxime geht, können wir gemeinsam zeigen, was uns wichtig ist: Menschlichkeit, Nächstenliebe, gelebter Glaube und wertschätzender Umgang mit unseren Mitarbeitern“, formuliert Martina Busch, Geschäftsführung Evangelische Altenhilfe Ludwigshafen, den gemeinsamen Hintergrund.
Noch einmal verstärkt wurde die langjährige Zusammenarbeit durch die geänderten Rahmenbedingungen in der in diesem Jahr startenden Ausbildung zum Pflegefachmann / zur Pflegefachfrau: „Über die Vernetzungen mit den Pflegeeinrichtungen ist das christliche Netzwerk auch Ausbildungsnetzwerk. Es vereint alle Akteure, die für die Gestaltung der generalistischen Pflegeausbildung vorgesehen sind: Pflegeschule, stationäre Pflegeeinrichtungen, ein Krankenhaus mit pädiatrischer Versorgung, einen ambulanten Pflegedienst und eine Einrichtung der psychiatrischen Versorgung. Durch entsprechende Verträge untereinander ist die Kooperation sichergestellt. Auszubildende erwartet ein hoher fachlicher Ausbildungsstandard in der Schule und den Betrieben. Sie profitieren von der engen Vernetzung zwischen allen Beteiligten“, beschreibt Timo Siebenborn, Leiter der Fachschule für Altenpflege des Caritasverbandes. Die Kooperation werde intensiv gelebt, unter anderem seien die Pflegeschule des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses und seine Einrichtung im vergangenen Jahr in gemeinsame Räume in der Dessauer Straße gezogen.

„Im Bereich der psychiatrischen Versorgung in Ludwigshafen werden wir weiterwachsen. Deshalb ist uns die regionale Vernetzung, gerade im Bereich der generalistischen Pflegeausbildung, sehr wichtig“, betont ebenso Daniel Eisenhut, Pflegedirektor Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Krankenhaus Zum Guten Hirten. Auch für Dirk Schmidt, den neuen Pflegedirektor im St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus, sei die Vernetzung konfessioneller Träger mit fast gleichen Grundwerten äußerst wertvoll, wie er betont.

Neben der aktuellen Zusammenarbeit in der Ausbildung der zukünftigen Pflegegeneration, gab es in den vergangenen sieben Jahren einen intensiven Austausch über gemeinsame Themen. Dazu kamen gemeinsame Fortbildungsangebote, Hospitationen untereinander und wesentliche Verbesserungen an Schnittstellen. Ein Grund stolz zu sein, finden die Beteiligten. Sie wollen diese Form des Austauschs und der Zusammenarbeit weiter intensivieren. „Ideen gibt es noch viele“, sind sich die Verantwortlichen der christlichen Pflegeeinrichtungen aus Ludwigshafen einig.

Daten und Fakten Arbeitskreis Christliche Pflege Ludwigshafen

  • 8 Katholische und Evangelische Einrichtungen aus Ludwigshafen
  • 1. Treffen am 19. Februar 2013
  • Ziel zu Beginn: Ideen entwickeln, wie in der Stadt Ludwigshafen alle kirchlichen Anbieter in der Pflege und im Gesundheitswesen ihre Kooperation verbessern und in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden können.
  • Regelmäßige Treffen drei- bis viermal / Jahr
  • 2019 eigenes Logo
  • Zusammenarbeit durch gemeinsame Ausbildung verstärkt und institutionalisiert

Mitglieder im Arbeitskreis Christliche Pflege Ludwigshafen