Traumatherapie

Unsichtbar verwundet – wenn die Seele verletzt ist

Kinder und Jugendliche machen im Laufe ihrer Entwicklung häufig Erfahrungen, die belastend sein können. Meistens handelt es sich dabei jedoch nicht um traumatische Ereignisse. Manchmal erleben Kinder jedoch auch sehr schlimme Dinge. Solche potentiellen Traumata können sein:

  • Körperliche oder sexuelle Gewalt (innerhalb oder außerhalb der Familie)
  • Schwere Vernachlässigung
  • Flucht und Migration
  • Verkehrsunfälle
  • Naturkatastrophen
  • Lebensbedrohliche Krankheit
  • Belastende medizinische Behandlungen
  • Verlust naher Angehöriger
  • Miterleben schlimmer Ereignisse

Traumatische Ereignisse lösen eine starke Stressreaktion aus. Dies stellt eine normale Reaktion des Körpers und der Seele auf ein Erlebnis dar, das „eigentlich nicht normal sein sollte“. Gelegentlich gelingt die Verarbeitung nicht aus eigener Kraft, insbesondere nach sehr belastenden Erfahrungen.

Posttraumatische Belastungsstörung – im Würgegriff der Erinnerung

  • Quälende / immer wiederkehrende Erinnerungen
  • Vermeidung von Aktivitäten / Orten, die an das Trauma erinnern könnten
  • Ängste, Schreckhaftigkeit
  • Schlafstörungen
  • Schulschwierigkeiten
  • Aggressives Verhalten
  • Verlust des Vertrauens in andere Menschen
  • Rückfall in kleinkindhaftes Verhalten

...können die Folge traumatischer Erlebnisse sein. Diese Schwierigkeiten können Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche haben und die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung nachhaltig beeinträchtigen.

Konzept unserer Trauma-Ambulanz / -Station

In unserer Trauma-Ambulanz für Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren bieten wir Gesprächstermine für Eltern und Betroffene an und suchen gemeinsam nach Möglichkeiten, mit dem Erlebten umzugehen. Dabei legen wir auf die Einbeziehung der Bezugspersonen besonderen Wert.
Eine frühzeitige professionelle Diagnostik, Beratung und qualifizierte therapeutische Maßnahmen können dabei helfen, Traumafolgestörungen zu verhindern oder bereits vorhandene Symptome zu lindern oder zu beheben. Je nach Schwere der Symptomatik und Bedarf vermitteln wir in stationäre Behandlung (traumatherapeutische Schwerpunktstation in unserer Klinik) oder in fachkompetente längerfristige ambulante Weiterbetreuung und unterstützen auch bei der Kontaktaufnahme mit weiteren Helfern.
Alle Mitarbeiter unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Die Gespräche mit den Kindern und Jugendlichen werden nach Wunsch auch in Abwesenheit von Betreuungspersonen durchgeführt.
Wenn Sie weitere Fragen haben oder nicht sicher sind, ob Ihr Kind Hilfe braucht, können Sie sich gerne an uns wenden.

Weitere Infos finden Sie zudem im Flyer Trauma-Ambulanz.

Flyer