Ergotherapie

Ein Ziel der ergotherapeutischen Behandlung ist die Förderung lebenspraktischer Fertigkeiten. Die Kreativität der Kinder wird individuell gefördert und dadurch die Möglichkeit geschaffen, eigene Vorstellungen im handwerklichen und künstlerischen Bereich umzusetzen.

Der Umgang mit verschiedenen Materialien, wie z.B. Holz, Ton, Gips, Speckstein, Seide hilft den Kindern, Erfolgserlebnisse und Selbstsicherheit zu gewinnen. Oft gelingt es im Rahmen der Ergotherapie, Kindern den Zugang zu unentdeckten Fähigkeiten zu vermitteln und ihnen Motivation, Freude und Spaß am eigenen Schaffen zu geben. Weitere zentrale Ziele der Ergotherapie im Rahmen einer tagesklinischen Behandlung sind in der Kinder- und Jugendpsychiatrie: Förderung von Handlungsfähigkeiten und altersgemäßer Selbständigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens und die Verbesserung von Ausdauer und Konzentration.

Zu Beginn findet die Therapie meist im Einzelkontakt statt. Nach einer angemessenen Kennenlernphase und therapeutischem Beziehungsaufbau kann sich die Therapieform je nach Behandlungsziel - in Paar- oder Kleingruppenarbeit - verändern. Dadurch werden die sozialen Kompetenzen der Kinder- und Jugendlichen trainiert. Ferner unterstützt die Ergotherapie sehr individuell therapeutische Projekte einzelner Kinder, so ein Fotoprojekt mit einem autistischen Mädchen. Dadurch werden die individuellen Ressourcen und Kreativität der Kinder und Jugendlichen gestärkt.

ERGOtherapie leitet sich von dem griechischen Wort ?ergon? ab und bedeutet: ?handeln, etwas leisten, sich anregen lassen, zurechtkommen im Alltag.?  Sie ist eine aktive Behandlungsmaßnahme, bei der Patienten zur Verbesserung der Eigenwahrnehmung unter Anleitung überwiegend aktiv und selbständig üben, frei nach dem Motto: ?Hilf`mir, es selbst zu tun!?