Marienkäfer

Hilfe für Eltern von Frühgeborenen und chronisch kranken Kindern

Gerade bei Risikokindern, chronisch kranken, extrem unreifen Frühgeborenen oder Kindern mit Beeinträchtigungen, ist der Übergang vom geschützten - oft langen - Aufenthalt in der Klinik, in die alleinige Verantwortung zu Hause, nicht einfach.

Die Mitarbeiter der Sozialmedizinischen Nachsorge - in unserem Haus die Marienkäfer - ermöglichen einen nahtlosen Übergang von zum Besipiel sehr kleinen Frühgeborenen oder von Kindern mit Diabetes mellitus aus dem Krankenhaus in die häusliche Umgebung. Dazu besuchen erfahrene Mitarbeiter, die den Patienten und seine Eltern bereits intensiv vom Krankenhausaufenthalt her kennen, das Kind und seine Familie zu Hause und leisten längerfristige Hilfestellungen bei Problemen im Alltag.

Das Team, bestehend aus Case-Managerin, speziell geschulten Kinderkrankenschwestern, Diabetesberaterinnen, Sozialarbeitern, Kinderärzten und Psychologen ermittelt den Hilfebedarf der Familie, leitet Maßnahmen ein und führt die bereits während des stationären Aufenthaltes begonnenen Hilfemaßnahmen weiter und vernetzt sie. Diese umfassende Unterstützung hilft Ängste und Anfangsschwierigkeiten bei den Betroffenen abzubauen.

Die Mitarbeiterinnen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin engagieren sich stark für diese  Betreuungshilfe. Die besonderen Anstrengungen wurden im Frühjahr 2013 mit der erfolgreichen Zertifizierung durch den Bunten Kreis belohnt. Wegen der großen Erfahrung in diesem Bereich unterstützen wir auch die Kinderklinik in Worms und sind zusätzlich Hospitationszentrum.

Im Perinatalzentrum (Zentrum rund um die Geburt) des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses Ludwigshafen ist die Betreuung durch die sozialmedizinische Nachsorge "Marienkäfer" ein wichtiges Element der ganzheitlichen Betreuung. Die Betreuung und Beratung der jungen Eltern von Risikokindern, durch besonders geschulte Kinderkrankenschwestern, in den ersten Tagen nach der Geburt, bietet den Müttern und Vätern Gelegenheit im Krankenhaus in ruhiger Atmosphäre - außerhalb der Stationsroutine - Fragen ansprechen und klären zu können. Individuell wird gemeinsam der Unterstützungsbedarf ermittelt und den Eltern Sicherheit und Hilfe gegeben. Bei besonderem Hilfebedarf begleiten die Marienkäfer die junge Familie und ihr Kind auch bei den ersten Monaten zu Hause oder leiten weitere Unterstützungsmaßnahmen ein.

Arbeit konkret

Im März 2006 haben wir die sozialmedizinische Nachsorge im Perinatalzentrum eingerichtet. Als pflegerische Brücke zwischen Geburtshilflicher Klinik und Früh- und Neugeborenenmedizin sowie zwischen Neonatologie und häuslicher Versorgung ist sie ein wichtiges Element in unserem Konzept der ganzheitlichen Betreuung von Mutter und Kind. Inzwischen werden auch andere chronisch kranke Kinder und ihre Familien vom Team mit betreut.

Betreuung

Eine Case-Managerin, speziell geschulte Kinderkrankenschwestern, Diabetesberaterinnen, Sozialarbeiterinnen, Kinderärzte und Psychologen widmen sich hauptamtlich dieser Aufgabe. Bei Risikoschwangerschaften (z.B. drohende Frühgeburt) besuchen sie die werdenden Eltern bereits vor der Geburt, um sie auf die zu erwartenden Pflegebesonderheiten ihres Kindes vorzubereiten. Im Rahmen dieses Pränatalgespräches können an Hand von entsprechendem Anschauungsmaterial alle wesentlichen Fragen besprochen und so viele Ängste abgebaut werden. Nach der Geburt des Kindes begleiten die "Marienkäfer" die Eltern beim Erlernen der Säuglingspflege (z. B. Wickeln, Füttern, Baden, Babymassage), im Bedarfsfall leiten sie zu speziellen Pflegemaßnahmen an und organisieren die ambulante pflegerische Weiterbetreuung, um eine frühzeitige Entlassung zu ermöglichen.

Unterstützung durch Spenden

Eine finanzielle Unterstützung des erfolgreichen Projektes durch die Krankenkassen deckt nur einen Bruchteil der nötigen Hilfen ab. Weitere Kosten, wie zum Beispiel der umfassende Einsatz unserer Casemanagerinnen oder der Unterhalt unseres Marienflitzers werden durch den Krankenhausträger getragen. Spenderinnen und Spender leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur Förderung der jungen Familien.