Schmerztagesklinik

In unserer Schmerztagesklinik werden Patienten mit chronischen Schmerzen von einem Team, dem Schmerzspezialisten unterschiedlicher Fachdisziplinen angehören, nach einem hochintensiven Therapiekonzept fachübergreifend behandelt. Gemeinsam mit dem Patienten arbeiten wir gegen den Schmerz.

Therapiekonzept

Unser Team von Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten, Musiktherapeuten und Gesundheitspflegern arbeitet nach einem interdisziplinären (fachübergreifenden), multimodalen Therapiekonzept auf der Grundlage eines bio-psycho-sozialen Schmerzverständnisses.

Die Therapie besteht aus wissenschaftlich anerkannten und erforschten Therapiebausteinen, die konzeptionell aufeinander aufbauen

  • Individuelle, interdisziplinäre Schmerzdiagnostik
  • Medizinische Behandlung
    Visiten, medikamentöse Therapie, therapeutische Regionalanästhesien, Koordination von Diagnostik und Therapie, komplementäre Maßnahmen (z.B. Nervenstimulation, Akupunktur etc.)
  • Physiotherapeutische Verfahren
    Gruppentherapeutisch stehen Medizinische Trainingstherapie an Spezialgeräten für Rücken, Arme und Beine, sowie  Muskelstabilisation und –dehnung im Mittelpunkt.  Durch schmerzangepasste Aktivierung wird eine Verbesserung von Muskelkraft und -ausdauer, Koordination und Beweglichkeit erreicht. Bei geeigneten Bedingungen (Witterung, körperliche Eignung der Patienten) findet ersatzweise Nordic Walking statt. Besonders schonende Mobilisation und Kräftigung des Bewegungsapparates erfolgt auf Grund vorteilhafter Schwerkraftverhältnisse bei der wöchentlichen Therapie im Bewegungsbad. Krankengymnastische Einzelbehandlung gibt dem Patienten die Möglichkeit, aktiv an der Schmerzreduktion mitzuwirken und ein individuelles Übungsprogramm für zu Hause zu erstellen. Physikalische Anwendungen (Wärme- und Kälteanwendungen, Elektrotherapie, Massagen, Sandbad, Ultraschallbehandlungen) werden gezielt in Kombination mit aktiven Maßnahmen eingesetzt.
  • Erlernen und Anwenden verschiedener Entspannungsverfahren(progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Stressbewältigung, Imaginationsverfahren und Klangreisen)
  • Psychologische Schmerztherapie
    Einzelgespräche zur Erfassung der Schmerzbiographie und individueller Faktoren, die die Schmerzverarbeitung beeinflussen können. In Kleingruppen werden Schmerzbewältigungstechniken vermittelt, die ohne Medikamente Schmerzen reduzieren können (z.B. Veränderung des Umgangs mit Schmerzen, aktive Schmerzkontrolltechniken mit denen die Schmerzstärke beeinflusst werden kann, Förderung von Lebensfreude und aktivem Lebensstil, Problemlösungsstrategien).
  • Musiktherapie (In der aktiven Musiktherapie improvisieren die PatientInnen auf einfachen Instrumenten und können im gemeinsamen musikalischen Erleben ihre gestalterischen kreativen Seiten erfahren. In der rezeptiven Musiktherapie werden Musikbeispiele für Entspannungsverfahren und Phantasiereisen ausgewählt. Die Musik dient auch als Grundlage für Gestaltungs- und Bewegungstechniken.
  • Patientenseminar zu Schmerzentstehung und Schmerzverarbeitung, bio-psycho-soziales Schmerzmodell, Einflussfaktoren der Schmerzchronifizierung, Schmerz und Bewegung, Funktionsweise des Rückens und Bewegungsapparates, das Nervensystem, Schmerzmedikamente und Nebenwirkungen.
  • Selbsthilfegruppe
  • Sozial-medizinische Beratungzu Fragen der beruflichen Wiedereingliederung, Umschulung, Rehabilitation, Versorgung und Betreuung, Berentung