Varikosis / Krampfadern

Eine Krampfader ist eine erweiterte, geschlängelte und in ihrer Funktion gestörte Vene meist an den Beinen. Die häufigste Form ist die sogenannte idiopathische Varikosis, verursacht durch eine von den Eltern mitgegebene Veranlagung. Die übrigen selteneren Formen verteilen sich auf seltene venöse Mißbildungserkrankungen und sekundäre Formen nach einer tiefen Beinvenenthrombose.

Venenerkrankungen sind sehr häufig, es gibt Untersuchungen in denen mindestens ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland symptomatische Schäden an den großen Venen der Beine hat. Die Erkrankungshäufigkeit steigt mit dem Alter und die Varikosis ist bei Frauen häufiger anzutreffen, als bei Männern.

Die Ursache der Aufweitung der oberflächlichen Venen liegt in einem "Ausleiern" der Venenwand, zum Beispiel durch eine Venenwandschwäche, mit zunehmender Klappeninkompetenz. Die Venenklappen in den Venen bewirken beim Gesunden einen Fluß des Blutes Richtung Herz und Verhindern beim Gesunden einen Rückfluß des Blutes in das Bein.

Risikofaktoren für diese Erkrankung und die Schnelligkeit des Fortschreitens ist mangelnde Bewegung, Fettleibigkeit, Schwangerschaft, langes Stehen in bestimmten Berufen. Je größer der Rückfluß des Blutes in die Beine, um so ausgeprägter die Langzeitschäden mit ihren Sekundärfolgen wie als Maximalbefund das Unterschenkelgeschwür. Aufgrund dieser Langzeitspätfolgen, die unbedingt vermieden werden müssen, ist die Krampfadererkrankung mit ihren Langzeitfolgen eine der teuersten Erkrankungen im Deutschen Gesundheitssystem. Es gibt verschiedene Behandlungskonzepte die in den jeweiligen Stadien der Erkrankung zur Anwendung kommen.