Gehtraining

Das Gehtraining ist bei pAVK-Patienten - neben der Behandlung der Risikofaktoren und Einstellung des Rauchens - die effektivste und wichtigste Maßnahme, die der Patient selbst zur Verbesserung seiner eingeschränkten Gehstrecke durchführen kann!

Nachgewiesenermaßen führt ein konsequentes Gehtraining zu einer deutlichen Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke. In einer Auswertung von 21 Studien konnte die Gehstrecke um deutlich mehr als 150 Prozent gesteigert werden, bei dreimaligem, halbstündigen Training in der Woche.

Es ist auch eindeutig so, dass die kardiovaskuläre (Herzinfarkt) Sterblichkeit im Allgemeinen vermindert wird. Je länger trainiert wird, um so besser ist die Prognose! Dies gilt nicht nur für die Verbesserung bei Engen und Verschlüssen der Arterien im Ober- und Unterschenkelbereich, sondern auch im Beckenbereich: Lange Zeit wurde die Nützlichkeit des Gehtrainings bei Engen und Verschlüssen in den Beckenschlagadern verneint. Es ist jedoch mittlerweile durch Studien belegt, das konsequentes Gehtraining auch hier eine deutliche Verbesserung bringen kann.

Manche Patienten benötigen zusätzlich noch Medikamente, um eine Verbesserung ihrer schmerzfreien Gehstrecke zu erreichen. Diese Medikamenteneinnahme und gegebenenfalls operative oder interventionelle Maßnahmen sind im Stadium der eingeschränkten Gehstrecke eigentlich nur Begleitmaßnahmen zu einem intensiven Gehtraining. Nur wenn es gelingt als Patient auch selbst zur Verbesserung der Erkrankung beitragen zu wollen, kann mittel- und langfristig ein Erfolg erzielt werden.

Hier in Ludwigshafen sind wir in der glücklichen Situation, dass am ZAR am Klinikum Ludwigshafen eine Gefäßsportgruppe etabliert ist und man hier unter fachlicher Anleitung mit Leidensgenossen ein professionelles Gehtraining durchführen kann. Bei entsprechendem Interesse, können wir hier einen Termin vereinbaren.