Häufige Fragen

Wie lange hält ein Shunt?
Eine schwierige Frage, weil der Langzeiterfolg des Shunts von vielen Faktoren abhängig ist, z.B. der Dialysehäufigkeit, der schonenden Punktionstechnik und "Shuntpflege". Im Einzelfall kann aber die Lebensdauer eines Shunts durchaus auch einmal zehn Jahre und mehr betragen. Kunsstoffshunts haben eine deutlich geringere Lebensdauer und bedürfen regelmäßiger "Service-OP's". Auch für Venenshunts gilt, dass bei nachlassendem Volumenfluss in der Shuntvene bei der Dialyse frühzeitig eine Ultraschallkontrolle durchgeführt werden muss, um vor einem Shuntverschluss eine solche "Service -OP" durchzuführen.

Gibt es Alternativen zu einem Shunt?
Als Alternative ist die Anlage eines speziellen zentralen Venenkatheters, Demerskatheter genannt, möglich. Das ist ein Katheter, der meist über die Drosselvene am Hals unter Röntgenkontrolle bis in den Herzvorhof geschoben wird und unter der Haut getunnelt und an einer Kunststoffmuffe durch die Haut ausgeleitet wird. Der Nachteil dieser Katheter ist im Vergleich zum Shunt die deutlich häufigere Infektionsrate im Langzeitverlauf. Eine andere Art der Blutwäsche ist die Peritoneal -oder Bauchfelldialyse über einen speziell operativ in den Bauchraum eingelegten Katheter. Ein sehr praktisches Verfahren, das aber meist nur über einen überschaubaren Zeitraum problemlos durchgeführt werden kann, welches den Patienten aber oft unabhängiger von einer Dialyseeinheit macht. Die beste Möglichkeit ist aber natürlich die erfolgreiche Nierentransplantation, die einen Shunt und die Dialyse überflüssig macht.

Wie muss ich mich nach Shuntanlage und im weiteren Verlauf verhalten?
Bei frisch angelegtem Shunt sollte der Arm geschont und der Arm eher hochgelagert werden, um einer Armschwellung vorzubeugen. Nach Abschluss der Wundheilung gibt es für den Patienten im Verlauf eigentlich keine wesentlichen Besonderheiten. Beim Arbeiten sollte natürlich aufgepasst werden, dass der Shunt nicht verletzt wird, da es dann sehr stark bluten kann, außerdem sollte man mit dem Shuntarm keine schweren Lasten heben. Gut ist es, wenn der Patient selbst täglich die Offenheit des Shunts über das Tasten des "Shuntschwirrens" überprüft.