Kernspintomographie

Die Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie/MRT) ist ein Verfahren, das ohne Röntgenstrahlung und ohne andere ionisierende Strahlung funktioniert.

Mit Hilfe eines starken Magnetfeldes und magnetischer Impulse lassen sich alle Körperorgane, insbesondere das Gehirn, die Bauchorgane, die Organe des Brustkorbes, die Knochen, Gelenke und Weichteile exakt beurteilen. Dabei wird die untersuchte Körperregion als Schnittbilder in allen Raumebenen dargestellt. Manchmal kann es sinnvoll sein, ein Kontrastmittel in die Vene einzuspritzen, das in aller Regel sehr gut verträglich ist.

Gerät
Für die MRT-Untersuchungen steht uns ein moderner MR-Tomograph zur Verfügung. Das Gerät befindet sich im etwa zwei Kilometer entfernten St. Marienkrankenhaus. Es ist ausgestattet mit kindgerechten und hochauflösenden Spulen. Zahlreiche spezielle Softwareprogramme sind abgestimmt auf die unterschiedlichsten bei Säuglingen, Kleinkindern, Schulkindern, Jugendlichen und ungeborenen Kindern anfallenden Fragestellungen. Die Untersuchung wird durch den Arzt individuell geplant und durchgeführt, und ständig an die jeweiligen bisherigen Ergebnisse adaptiert.

Voraussetzungen
Ausführliche persönliche Aufklärung von Eltern und Kindern über die Untersuchung im MRT ist ebenso selbstverständlich wie dass die Eltern während der Untersuchung im Untersuchungsraum bleiben dürfen.

Aufgrund des starken Magnetfeldes, das im gesamten Untersuchungsraum besteht, dürfen keine losen Metallteile mit in den Raum genommen werden, Uhren und Scheckkarten werden durch das Magnetfeld unter Umständen unbrauchbar. Der Patient darf während der Untersuchung kein Metall am Körper haben. Es ist sinnvoll, dies schon im Vorfeld beim Ankleiden des Kindes zu berücksichtigen.

Bei der Untersuchung entstehen laute Klopfgeräusche, die durch Ohrstöpsel und Kopfhörer gedämpft werden. Die Kinder können während der Untersuchung Musik hören und auch ihre eigene CD mitbringen. In der Regel bleiben Kinder ab 6 Jahren während der ca. 20-30minütigen Untersuchungszeit bewegungslos liegen. Bei kleineren Kindern wird zunächst eine leichte orale oder rektale Beruhigung vorgenommen. In einigen Fällen wird eine intravenöse Sedierung (ohne Beatmung) notwendig, die unter optimaler Überwachung von einem erfahrenen Anästhesie-Team durchgeführt wird.