Senkungsoperationen

Senkungsbeschwerden

Senkungen der Gebärmutter oder des Scheidenendes nach Gebärmutterentfernung treten häufig bei Frauen mit einer Bindegewebsschwäche auf.

In diesen Fällen können konservative Methoden (Einlage von Ringen, Schalenpessaren etc.) eine vorübergehende Linderung bringen. In den meisten Fällen wird jedoch eine endgültige Heilung durch Operation von den Patientinnen gewünscht. Nach Feststellung, an welchen Stellen (Blase, Darm, Ende der Scheide) eine Senkung vorliegt, können wir Ihnen eine für Sie Erfolg versprechende Operationsmethode der Rekonstruktiven Beckenbodenchirurgie empfehlen.

Senkungsoperationen (Rekonstruktive Beckenbodenchirurgie)

Senkungen der Blase (Zystozele) oder des Darmes (Rektozele) können durch plastische Operationen (Raffung des schwachen Bindegewebes) gezielt behoben werden. Abhängig von der Ursache werden unterschiedliche Operationsverfahren eingesetzt (vordere und hintere Plastik, lateral repair nach Richardson).

Auch nach Entfernung der Gebärmutter kann es zu einem Vorfall des Scheidenendes kommen. In diesen Fällen besteht die Möglichkeit das Scheidenende mit recht hoher Sicherheit an einem bei jedem vorhandenen Band im kleinen Becken dauerhaft zu befestigen (sacrospinale Fixation nach Amreich-Richter). Alternativ ist es in geeigneten Fällen auch sinnvoll das Scheidenende mit Hilfe eines künstlichen Bandes an der Wirbelsäule zu befestigen.

Bei erneut nach einer vorhergehenden Operation aufgetretenen Senkungszuständen ist es wegen fehlender eigener Bindegewebsstrukturen (vergleichbar mit einem Bruch/einer Hernie) häufig empfehlenswert, diese durch künstliche Netze zu ersetzen, um eine bessere Heilungschance zu haben. Auch diese neusten Operationsverfahren bieten wir Ihnen an. Heute verwenden wir teilresorbierbare Netze, so dass nach einiger Zeit nur noch ein geringer Teil des Netzes als Fremdmaterial im Körper verbleibt.