Bösartige Unterleibserkrankungen

An sämtlichen Organen des weiblichen Unterleibs (Schamlippen, Scheide, Gebärmutterhals, Gebärmutterkörper, Eileiter und Eierstöcke) kann es zu einer bösartigen Umwandlung kommen. Durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen ist in vielen Fällen eine frühzeitige Erkennung möglich. Dadurch kann das befallene Organ in geeigneten Fällen erhalten werden.

Wichtig für die Planung einer Operation ist eine sorgfältige Vordiagnostik, die auch in unserer Klinik durchgeführt werden kann. In einigen Fällen ist es erforderlich, nach einer durchgeführten Operation zusätzliche Behandlungen (hormonelle Therapien, Chemotherapien (mehr dazu in unserer PDF-Information Ambulante Chemotherapie], Strahlentherapien) durchzuführen, um den Behandlungserfolg der Operation auf Dauer zu sichern.

  • Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
    Der Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist die dritthäufigste bösartige Erkrankung der Frau. Beim Eierstockkrebs sind häufig ausgedehnte Operationen erforderlich. Zur Verbesserung der Operations- und Heilungsergebnisse nimmt unsere Klinik an den Studien der AGO-Ovar (Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Onkologie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) teil. Eine erforderliche Chemotherapie bieten wir in unserer Klinik ambulant an.
  • Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
    Ergibt sich bei den regelmäßigen jährlichen Krebsabstrichen vom Muttermund ein auffälliger Befund, so kann dieser durch eine Vorstellung in unserer Dysplasiesprechstunde oder durch eine Konisation abgeklärt werden.
    Handelt es sich um einen Gebärmutterhalskrebs, so ist abhängig von Befund eine einfache oder radikale Gebärmutterentfernung erforderlich. In einigen Fällen kann auch eine Chemotherapie und/oder Strahlenbehandlung sinnvoll sein.
  • Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom)
    Unregelmäßige Blutungen und Blutungen oder fleischwasserfarbener Ausfluss in und nach den Wechseljahren könnten ein Hinweis auf einen Gebärmutterkörperkrebs sein. Dieses sollte durch eine Gebärmutterspiegelung und Ausschabung abgeklärt werden. In einigen Fällen kann auch die Ultraschalluntersuchung durch Ihren Arzt/Ihre Ärztin einen auffälligen Befund ergeben.
    Handelt es sich um einen Gebärmutterkörperkrebs, so ist in den meisten Fällen eine Gebärmutterentfernung mit Eierstocksentfernung ausreichend. In einigen Fällen sollten zusätzlich die Lymphknoten entfernt werden.
  • Scheiden- und Schamlippenkrebs (Vaginal und Vulva-Karzinom)
    Neu aufgetretene Veränderungen an den Schamlippen (Geschwüre mit Blutungen, etc.) evt. mit Juckreiz sollten durch Ihren Arzt/Ärztin abgeklärt werden. Bei unsicheren Befunden ist eine ambulante Probenentnahme in unserer Dysplasie Sprechstunde möglich. Handelt es sich um einen Schamlippenkrebs ist eine Operation angeraten.