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News St. Marienkrankenhaus, Neuigkeiten
18.05.2017

Ergänzender Letzte Hilfe-Kurs in Ludwigshafen im Juni

Angebot des Bildungswerk Hospiz Elias stark nachgefragt

Wegen der starken Nachfrage des neuen Angebotes, bietet das Bildungswerk Hospiz Elias einen zusätzlichen "Letzte Hilfe-Kurse" im Juni an. Der Kurs wendet sich an alle Interessierten. Vermittelt werden Basis-Wissen und Basis-Kompetenzen aus Hospiz- und Palliativarbeit für eine gute Sorge am Lebensende, Wissen und Bewusstsein für die Begleitung am Lebensende, im Sterben und in der Trauer. Der Letzte-Hilfe-Kurs umfasst die Module Sterben ist ein Teil des Lebens, Vorsorgen und Entscheiden, Körperliche, psychische, soziale und existenzielle Nöte lindern und Abschied nehmen.

Das neue Angebot des Bildungswerk Hospiz Elias wird sehr gut angenommen. Die Schirmherrschaft hat die ehemalige Ludwigshafener Stadträtin Helga Koch übernommen. Der nächste Termin ist am 08. und 14. Juni (jeweils 19.00-21.00 Uhr) im Hospiz Elias in Ludwigshafen. Es können maximal 20 Personen an einem Kurs teilnehmen. Ein weiterer Kurs ist am 7. und 14. September geplant. Die Teilnahmegebühr beträgt 25€ zzgl. 19% MwSt. (für beide Abende). Anmeldung und Nachfragen an die Leitung des Bildungswerks, Miriam Ohl unter miriam.ohlnospam@hospiz-elias.de.

Die Idee
Erste Hilfe ist ein bekannter und selbstverständlicher Teil der Hilfekultur unserer Gesellschaft. (Fast) jeder kennt ihre Grundprinzipien und hat schon einmal einen Kurs absolviert. In der Bevölkerung gibt es mittlerweile ein Basis-Wissen für die Lebensrettung im Notfall. Ein entsprechendes Basis-Wissen und Bewusstsein für die Begleitung am Lebensende, im Sterben und in der Trauer gibt es noch nicht. Wir werden älter. Die meisten Menschen möchten zuhause sterben - und nicht im Krankenhaus. Es braucht daher eine Verbreiterung des Allgemeinwissens für "Letzte Hilfe" in der Bevölkerung. Letzte Hilfe Kurse vermitteln Basis-Wissen und Basis-Kompetenzen aus Hospiz- und Palliativarbeit für eine gute Sorge am Lebensende. Niemand soll nach dem Tod eines geliebten Menschen sagen müssen: Wenn ich nur das oder jenes gewusst hätte, hätte ich vieles anders gemacht ...

Konzept und Praxis
Ein mittlerweile mehrfach erprobtes Konzept von Letzte-Hilfe-Kursen wurde von Dr. Georg Bollig gemeinsam mit dem Institut für Palliative Care und Organisationsethik der IFF Wien (u. a.) entwickelt. Bollig ist sowohl Notfall- wie Palliativmediziner, er forscht in hospizlichen Versorgungskontexten und steht ehrenamtlich der norwegischen Palliativgesellschaft vor. Derzeit leitet er ein ambulantes Palliativteam und ein stationäres Hospiz in Dänemark. Er erinnert an Henri Dunant, Begründer der Internationalen Rot-Kreuz- und Rot-Halbmond-Bewegung. Dieser wurde auf dem Schlachtfeld von Solferino von sterbenden Soldaten angefleht, sie nicht alleine sterben zu lassen. "Damit war er gleichzeitig Erst- und Letzthelfer", so Bollig.

Der Letzte-Hilfe-Kurs ist offen für alle Bürgerinnen und Bürger und umfasst 4 Unterrichtseinheiten (mit je 45 Minuten).
1. Sterben ist ein Teil des Lebens
2. Vorsorgen und Entscheiden
3. Körperliche, psychische, soziale und existenzielle Nöte lindern
4. Abschied nehmen

geändert am 10. Juli 2017