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News St. Marienkrankenhaus, Neuigkeiten
03.05.2016

Frühchenpuppe soll Eltern von Frühgeborenen helfen

Ursula Krupp (Stationsleitung Station Däumling), Barbara Grieb (Bundesverband "Das frühgeborene Kind"), Rita Metzger (Case Managerin Sozialmedizinische Nachsorge "Marienkäfer"), Dr. med. Birgit Görtz (Leitende Oberärztin Neonatologie)

Übergabe des kleinen Lewis für die Elternarbeit der Früh- und Neugeborenenintensivstation Däumling

Seit Ende April unterstützt eine ganz besondere Puppe die Elternarbeit auf der Früh- und Neugeborenenintensivstation des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses. Am 26.4.2016 wurde die Frühchenpuppe "Lewis" durch Barbara Grieb vom Bundesverband "Das frühgeborene Kind" an das Team der Neonatologie übergeben. Eine Spende des Verein Däumling e.V. ermöglichte die Anschaffung.

"Lewis" gleicht einem winzigen, zu früh geborenen Baby, welches etwa zwölf Wochen früher als geplant zur Welt gekommen ist. Körpermaße von um die 30 Zentimeter, ein Gewicht von 700 Gramm, die Hautfarbe und auch die Zartheit wirken verblüffend echt. Mit viel Detailliebe und Erfahrung ist die Puppe dem Stadium eines frühgeborenen Kindes aus der 28. Schwangerschaftswoche nachempfunden. So erfüllt sie eine wichtige Aufgabe: Die Puppe ist zum Beispiel bei Beratungsgesprächen mit werdenden Eltern dabei, bei denen eine Frühgeburt wahrscheinlich ist, oder wird bei Schulungen für den richtigen Umgang mit den auf der Däumlingsstation betreuten Winzlingen eingesetzt.

"Die Eltern können die Puppe auf den Arm nehmen, sich so mit der möglichen Größe ihres Kindes auseinandersetzen oder auch wichtige Handgriffe für den Umgang mit ihrem Frühgeborenen lernen. Das nimmt ihnen die Angst", berichtet Ursula Krupp die Pflegerische Leitung von Station Däumling. Dem Team ist die Förderung der Eltern-Kind-Beziehung und die Stärkung der Elternkompetenz besonders wichtig. Entsprechend dankbar sind Ärzte und Pflegende dem Däumlingsverein, der durch eine Spende den Einsatz dieses "neuen Mitarbeiters" ermöglichte. Die Künstlerin stellt jede Puppe individuell her, mit feinen Haaren, zarter Hautfarbe und durchscheinenden Adern. Aufgrund dessen sind die Anschaffungskosten für ein solches Puppenbaby entsprechend hoch.

In einer netten Runde bei Kaffee und Kuchen, fand danach auch ein reger Austausch der Fachleute vor Ort mit Barbara Grieb statt.

geändert am 12. Februar 2018